Europäischer Rat diskutiert Klimawandel
Luxemburg, 9. März 2007 - Die Luxemburger Nichtregierungsorganisationen fordern vom Europäischen Rat die Vereinbarung ambitionierter Klimaschutzziele. Der Klimawandel gefährdet die Anstrengungen zur Erreichung der Millenniums-Entwicklungsziele und verschärft die Armut. In der aktuellen Diskussion um den Klimawandel werden die Entwicklungsländer viel zu wenig berücksichtigt : Vor allem in Afrika sind die Menschen von lebensbedrohlichen Auswirkungen des Klimawandels bedroht. Dürren, Überschwemmungen und Stürme gefährden ihre Existenzgrundlagen. Das Problem des weltweiten Klimawandels wird jedoch nicht von Afrikanern verursacht, sondern von den Industrieländern.
Deshalb fordern die Nichtregierungsorganisationen die EU dazu auf bei der Reduzierung von Emissionen eine Führungsrolle einzunehmen und Anreize für Schwellenländer schaffen, um den globalen Schadstoffausstoß bis zur Mitte des Jahrhunderts zu halbieren. Wir begrüßen die Entscheidung der EU-Umweltminister vom 20. Februar, die Treibhausgasemissionen um bis zu 30 Prozent bis zum Jahr 2020 zu senken. Das ist ein dringend erforderlicher Schritt, um den globalen Temperaturanstieg auf unter zwei Grad Celsius gegenüber vorindustriellem Niveau zu begrenzen und existenzielle Bedrohungen der Lebensgrundlagen von Millionen Menschen abzuwenden. Es liegt am Europäischen Rat, diese Entscheidung zu bestätigen und sich auf verbindliche und nachhaltige Klimaschutzziele zu verständigen. Gerade Luxemburg als einer der größten CO2 Emittenten innerhalb der EU ist deshalb gefordert auf nationaler Ebene die nötigen Maßnahmen zu ergreifen, den EU-Kollegen mit gutem Beispiel voran zu gehen und die Klima- und Energiepolitik im Einklang mit den entwicklungspolitischen Zielen der Europäischen Union zu gestalten.
Der Cercle de Coopération ist die nationale Plattform entwicklungspolitischer Nichtregierungsorganisationen (NGO). Ihm gehören rund 70 Luxemburger NGO an, die als Träger der privaten oder kirchlichen Entwicklungszusammenarbeit, der Nothilfe sowie der entwicklungspolitischen Bildungs-, Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit tätig sind.
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